Synology – 01.1 – Minecraft mit FTB direwolf20 1.10

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Vorwort

In meinem Beitrag  Synology – 01 – Minecraft mit FTB direwolf20 auf einem Synology installieren beschreibe ich die Installation des direwolf20 Modpack für MineCraft version 1.7x. Im November 2016 erschien nun ein Update des direwolf20 Modpack für die neue Version von MineCraft 1.10. Dieses stammt wieder von Feed The BeastFTB Presents Direwolf20. Zwischen Version 1.7 und 1.10 ist jede Menge passiert und auch der Aufbau des Paktes hat sich leicht geändert. Ich habe mich über die Feiertage reingefuchst und kann stolz ein neues Paket für Synology präsentieren.

Zum Spielen selbst wir der FTB Launcher oder einen Launcher eurer Wahl benötigt. Im Index könnt ihr direkt in ein gewünschtes Kapitel springen. Viel Spaß beim Lesen und ausprobieren.


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Spezifikation Synology

Mein Synology ist mit 8 GB RAM und einem INTEL Core i3-4130 (Dual-Core, 2 GHz) Prozessor ausgestattet. Die DSM-Version ist DSM 5.2-5592. Für Minecraft sollten min. 512 MB oder besser 1 GB RAM zur Verfügung stehen.

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Hinweise

Gleich zu Anfang, ich bin kein Linux Guru, ich habe nur rudimentäre Kenntnisse. Alles was ich hier beschreibe habe ich mir selbst erarbeitet. Daher ist es gut möglich das es nicht die „best practice“ ist die ihr hier vorfindet. Ich bin stets für Verbesserungsvorschläge offen. Es wird nicht das non plus ultra sein was ich hier beschreibe, lediglich einer von vielen Wegen die ins Ziel führen. Daher gilt auch die Nutzung des Packages sowie der modifizierten Scripte, wie üblich, auf eigenes Risiko.

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FAQ zu Synology

Um die meinst aufkommenden Fragen zu Synology und von mir genutzten Tools schnell und übersichtlich zu klären habe ich einen extra Artikel (Synology – 00 – Wo finde ich was FAQ) angelegt. Dieser wird immer verlinkt, wenn sich offene Fragen im Text ergeben.

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Erste Schritte

MineCraft 1.10 arbeitet mit Java Version 8. Es muss bei einigen DSM Versionen eine neue Version von Java eingespielt werden. Ohne Java 8 wird der Server nicht laufen. Anschließend kann das Paket installiert, der Server gestartet und die Config vorgenommen werden. Wichtig ist hierbei die Anpassung der server.properties Datei. Bei server-ip ist die IP des aktuellen Servers hinterlegt. Diese muss entfernt werden.

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Java 8 auf dem DSM installieren

Für MineCraft 1.10 wird Java 8 benötigt. Daher laden wir das JDK8 bei Oracle herunter. Wir wählen die neuste Version für Linux x86 als *tar.gz File aus und akzeptieren die Lizenz zum Download.

Bei DSM 5.2 gibt es hier einen „Bug“. Es lässt sich nur Java mit der Version 7.x installieren. Dieses Bug können wir aber einfach umgehen.

Über das Startmenü auf den Java Manager klicken (wenn nicht vorhanden installieren). Es öffnet sich das Java Manager Fenster, hier auf Java aktualisieren klicken. (Bei mir ist bereits Java Version 8 installiert)

Es öffnet sich ein weiteres Fenster, wo wir das neue Java-File uploaden können. Ich habe die neuste Version ausgewählt und versuche diese hochzuladen. Dies schlägt leider fehl, da die Namenskonvention nicht korrekt ist.

Ich habe hier den Namen einfach angepasst:
von ejdk-8u111-linux-i586.tar.gz
in jdk-7u81-linux-i586.tar.gz (81 nur für mich als Info das es Version 8.111 ist)

Es erscheint keine Fehlermeldung mehr und Java wird installiert. Unser DSM (bei mir 5.2) ist auf der aktuellsten Java Version 8.x 🙂
Jetzt steht der Installation nichts mehr im Wege.

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Installation des Paketes

Das Paket wird manuell installiert. Da es nicht im Paketzentrum aufgeführt wird und auch nicht über weitere Paketquellen erreicht werden kann.

Hinweis: Um Pakete installieren zu können, muss du Admin auf dem Synology sein.

Damit die Installation von 3rd Party Packages, also Drittherstellerpaketen, möglich ist muss unter Paketzentrum → Einstellungen → Allgemein die Vertrauensebene angepasst werden. Hier wird auf „Jeder Herausgeber“ umgestellt. Jetzt ist es möglich auch nicht verifizierte Pakete zu installieren. U.a. das von mir erstellte Package. Allerdings steigert das theoretisch auch die Angreifbarkeit des Synology. Nach der Installation kann dieser Schritt auch Rückgang gemacht werden. Dies hat keinen Einfluss auf bereits installieret Pakete.

Wie folgt muss vorgegangen werden: Paketzentrum → Manuelle Installation→ Durchsuchen.

Das Paket auswählen und auf den Synology mit weiter laden.

Nachdem das Paket hochgeladen ist, was in einem lokalen Netzwerk recht schnell gehen sollte, kann die eigentliche Installation beginnen. Den Haken bei „Nach der Installation ausführen“ nehmen wir raus. Erst nach der Installation starten wir MineCraft manuell. Beim ersten Starten wird der eigentliche FTB-direwolf20 Server installiert und auch erst jetzt die server.properties Datei angelegt.

Hinweis: Das Starten des Servers wird mehrere Minuten benötigen, je nachdem wie euer Synology ausgestattet ist. Beim erst Start kann es etwas länger dauern, da noch weitere Dateien heruntergeladen und entpackt werden.

Anschließend stoppen wir den Minecraft Server wieder. Da wir vor dem erneuten Serverstart noch die Konfiguration des Minecraft Server vornehmen wollen (Dies geht erst nach dem allerersten Start des Package). Weiter mit Übernehmen.

Der Server wird nun installiert. Beim Ersten ausführen wird noch die Minecraft Datei minecraft_server.1.10.2.jar und weitere Dateien geladen. Dies kann im Ressourcen-Monitor ggf. gesehen werden. Ebenso steigt die Prozessorlast deutlich an, da hier alle Mods (~152) geladen werden und die erste Welt „World“ initialisiert wird. Zudem wird der benötigte RAM allokiert. Am besten lässt sich sehen, ob der Server fertig geladen ist, wenn die Prozessorlast im Ressourcen-Monitor wieder abflaut. Der RAM bleibt weiterhin allokiert.

Über FTB-Launcher ist der Server anschießend auch online sichtbar.

Der Server wurde mit allen Standartwerten erstellt. Wir stoppen den Server nochmal und wenden uns der Konfiguration des Servers zu.

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Konfiguration des Minecraft Server

Nach der Installation kann der Minecraft Server gestartet werden. Allerdings geschieht dies mit den Standardeinstellungen. Um nun die bereits erwähnte server.properties Datei bearbeiten zu können gibt es zwei Wege. Variante zwei ist hierbei deutlich einfacher.

Hinweis: Die gezeigten Grafiken weichen von der aktuellen server.properties Datei etwas ab. Da diese sich etwas geändert hat.

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Variante eins – Config File Editor

Die erste Variante wird mittels einer der App „Config File Editor“ durchgeführt. Diese benötigt jedoch noch Perl. Der „Config File Editor“ muss ebenfalls manuell installiert werden. Diesen gibt es hier als Package. Die App ist standardmäßig so programmiert, dass sie sich nur mittels des „Admin“ Accounts ausführen lässt (dies ließ sich ändern durch das Entfernen der Abfrage im Quellcode).
Nachdem die App als Admin ausgeführt wird müssen wir noch in der App auf das Dropdown „Choose config file“ klicken und dort den Eintrag ganz unten „Config File Editor“ auswählen. Hier tragen wir die Links zu den Minecraft-Files server.properties, opt.txt, und whitelist.txt ein. Ich füge diese ganz oben hinzu, damit sie bei der Auswahl ebenfalls oben stehen. Folgendes trage ich ein:

/volume1/@appstore/FTBMinecraft/server.properties,Minecraft-properties
/volume1/@appstore/FTBMinecraft/white-list.txt,Minecraft-whitelist
/volume1/@appstore/FTBMinecraft/ops.txt,Minecraft-ops

Erst wird das Verzeichnis abgegeben inklusive der Zieldatei. Nach dem Komma steht der Name wie er im Config File Editor erscheint. Die Änderungen speichern. Es gibt ein Feedback das die Änderung übernommen wurde. Die App muss leider neugestartet werden, da sie die Änderungen sichtbar werden. Anschließend können die Daten ausgewählt und bearbeitet werden.

Es können nun alle Einstellungen wie von euch gewünscht bearbeitet werden. Nicht vergessen den Save-Button zu drücken. Mit dem Orignal-Button könnt ihr das Ursprünge File wieder herstellen, welches vor der letzten Speicherung existierte.

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Variante zwei – WinSCP

Ich verbinde ich mittels WinSPC um die Einstellungen an den Files server.properties, opt.txt, und whitelist.txt durchzuführen. Weiter Fragen zu WinSCP findest du im FAQ Artikel. Ich verbinde mich als root auf mein Synology und navigiere mich in das Verzeichnis /volume1/@appstore/FTBMinecraft. Dort öffne ich via Doppelklick auf server.properties die selbige. Hier kann ich nach Belieben meine Einstellungen vornehmen.

Welche Einstellungen ihr vornehmen bleibt euch überlassen. Gespeichert wird die Datei mittels des Save-Buttons oder mit [STRG]+S. Ich persönlich nutze diese Variante, da hier nicht extra Perl benötigt wird.

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Routereinstellungen, Portweiterleitung

Der Standard-Port für einen Minecraft Server ist 25565. Ich habe mich im Netzwerk für den Standard-Port entschieden. Wird jedoch von außerhalb zugegriffen, dann soll dies über einen anderen Port geschehen. Von außen soll der Minecraft Server mit dem Port 2424 erreichbar sein. Die Router Konfiguration unter Forwarding sieht wie folgt aus:

Service Port (von außen) internal Port (Port der im Netzwerk verwendet wird) IP (interne IP des Minecraft Server)
2424 25565 192.168.1.101

Wenn ihr den Mod „DynMap“ nutzt, müsst ihr den Vorgang nochmals mit dem DynMap Port wiederholen. Diesen findet ihr in der Konfigurationsdatei  configuration.txt im Verzeichnis dynmap. In der Datei einfach nach webserver-port suchen und den Port entnehmen oder eingeben. In meinem Beispiel nutze ich denselben Port für externe und interne Zugriffe.

Service Port (von außen) internal Port (Port der im Netzwerk verwendet wird) IP (interne IP des Minecraft Server)
8123 8123 192.168.1.101

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Starten des Minecraft Server

Nach der Konfiguration des MineCraft Servers starten wir diesen erneut. Über das Paket-Zentrum.

Hinweis: Das Starten des Server kann mehrere Minuten benötigen, je nachdem wie euer Synology ausgestattet ist.

Am besten lässt sich sehen, ob der Server fertig geladen ist, wenn die Prozessorlast im Ressourcen-Monitor wieder abflaut. Ebenso könnten wir die Konnektivität des Servers über ein PHP-Script prüfen lassen. Ist dieser Erreichbar über den Port, ist der Server ebenfalls geladen. Dazu muss die PHP-Datei allerdings auf einem Webserver laufen, da PHP serverseitig ausgeführt wird und die Ergebnisse nur im Browser präsentiert werden. Hier das kleine Script dazu.

So Sieht das Script im Browser aus.

Das war’s im Großen und Ganzen zum MC Server. Nun gibt es nur noch eines, das Package laden und installieren. Viel Spaß damit.

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Download FTB Presents Direwolf20 Server for Synology

Es wir der Java Manager benötigt bevor das Paket installiert werden kann, da Minecraft ist in Java geschrieben ist. Java muss Minimum in Version 8 installiert sein.

Das Paket ist 128 MB groß, da es bereits den kompletten FTB direwolf20 Server (FTB Presents Direwolf20 1.10 Server) enthält.

FTB Direwolf20 Server for Synology (FTBPresentsDirewolf20110-1.1.4-1.10.2_sr_v1.1.spk)
FTB Direwolf20 Server for Synology (FTBPresentsDirewolf20110-1.1.4-1.10.2_sr_v1.1.spk)
FTBPresentsDirewolf20110-1.1.4-1.10.2_sr_v1.1.spk
Version: 1.1
128.9 MiB
78 Downloads
Details...

Sollte es weitere Updates des Modpack Direwolf20 geben, werde ich natürlich eine neue Version zur Verfügung stellen. Wenn einer von euch noch Anregungen oder Verbesserungen für das Package hat, lasst es mich wissen.

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rewe

FTB Direwolf20 Server for Synology (FTBPresentsDirewolf20110-1.1.4-1.10.2_sr_v1.1.spk)
FTB Direwolf20 Server for Synology (FTBPresentsDirewolf20110-1.1.4-1.10.2_sr_v1.1.spk)
FTBPresentsDirewolf20110-1.1.4-1.10.2_sr_v1.1.spk
Version: 1.1
128.9 MiB
78 Downloads
Details...

Ein Gedanke zu „Synology – 01.1 – Minecraft mit FTB direwolf20 1.10

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