Synology – 01 – Minecraft mit FTB direwolf20 auf einem Synology installieren

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Update – Direwold20 ist jetzt auch für MineCraft 1.10 verfügbar. Siehe dazu Synology – 01.1 – Minecraft mit FTB direwolf20 1.10

Vorwort

Ich beherberge mir zuhause ein Synology und nutze diesen für ein paar Applikationen. Neulich bin ich auf neue Paketquellen gestoßen und dabei ist mir ein Paket besonders ins Auge gefallen: „Minecraft 1.8“. Bisher hatte ich einen Minecraft Server gemietet. Dieser kommt mit dem Modepack von Feed The BeastFTB Presents Direwolf20 und Minecraft Version 1.7.10 daher. Leider sind alle Mods nicht kompatibel mit der Version 1.8 von Minecraft. Mein Ziel ist es, die Daten vom gemieteten Server auf meinen Synology zubringen und den Minecraft Server fortan selbst zu betreiben. Der gemietete Server ist bereits gekündigt und hatte nur 1GB RAM sowie 5 Slots. Zum Spielen selbst wir der FTB Launcher benötigt. Im Index könnt ihr direkt in ein gewünschtes Kapitel springen. Viel Spaß beim Lesen und ausprobieren.

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Spezifikation Synology

Mein Synology ist mit 8 GB RAM und einem INTEL Core i3-4130 (Dual-Core, 2 GHz) Prozessor ausgestattet. Die DSM-Version ist DSM 5.2-5592. Für Minecraft sollten min. 512 MB oder besser 1 GB RAM zur Verfügung stehen.

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Hinweise

Gleich zu Anfang, ich bin kein Linux Guru, ich habe nur rudimentäre Kenntnisse. Alles was ich hier beschreibe habe ich mir selbst erarbeitet. Daher ist es gut möglich das es nicht die „best practice“ ist die ihr hier vorfindet. Ich bin stets für Verbesserungsvorschläge offen. Es wird nicht das non plus ultra sein was ich hier beschreibe, lediglich einer von vielen Wegen die ins Ziel führen. Daher gilt auch die Nutzung des Packages sowie der modifizierten Scripte, wie üblich, auf eigenes Risiko.

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FAQ zu Synology

Um die meinst aufkommenden Fragen zu Synology und von mir genutzten Tools schnell und übersichtlich zu klären habe ich einen extra Artikel (Synology – 00 – Wo finde ich was FAQ) angelegt. Dieser wird immer verlinkt, wenn sich offene Fragen im Text ergeben.

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Erste Schritte

Ich hab den gemieteten Server gestoppt und via FTP die Daten vom Server als Backup gesichert. Dieses werde ich dann später auf den Synology kopieren. Wichtig ist hierbei die Anpassung der server.properties Datei. Bei server-ip ist die IP des aktuellen Servers hinterlegt. Diese muss entfernt werden.

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Entwicklung bis zum fertigen Paket

In diesem Kapitel beschreiben, wie ich aus dem MineCraft 1.8 Paket das Direwolf20 Server Paket entwickelt habe. Hier erkläre ich Schritt für Schritt was ich jeweils angepasst habe.  Der technische Teil umfasst die Änderungen an den Scripten die für ein Synology wichtig sind. Dies ist für alle interessant die wissen wollen was hier passiert und auch für diejenigen die etwas mehr Ahnung von der Materie haben als ich. Hier geht es zum technischen Teil.

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Paketquelle hinzufügen

Um nun Minecraft 1.8 installieren zu können muss ich weitere Paketquellen hinzufügen oder die *.spk Datei manuell Installieren. Für Minecraft wird zusätzlich noch Java benötigt.

Hinweis: Um Pakete installieren zu können, muss du Admin auf dem Synology sein.

Damit die Installation von 3rd Party Packages, also Drittherstellerpaketen, möglich ist muss unter Paketzentrum → Einstellungen → Allgemein die Vertrauensebene angepasst werden. Hier wird auf „Jeder Herausgeber“ umgestellt. Jetzt ist es möglich auch nicht verifizierte Pakete zu installieren. U.a. das von mir erstellte Package. Allerdings steigert das theoretisch auch die Angreifbarkeit des Synology. Nach der Installation kann dieser Schritt auch Rückgang gemacht werden. Dies hat keinen Einfluss auf bereits installierte Pakete.

Weitere Paketquellen lassen sich über Paketzentrum → Einstellungen → Paketquellen eintragen.

Folgende Paketquellen habe ich eingetragen. Die dritte ist optional für unser Vorhaben.

Paketquelle Ziel Beschreibung
Java http://packages.pcloadletter.co.uk Hier kann Java manuell geladen werden.
MineCraft und CraftBukkit http://www.hildinger.us/sspks/ Auf dein Synology klicken und „Minecraft Server v1.8.8-0020“ laden für eine manuelle Installation
Direwolf http://packages.page81.net Hier gibt es eine veraltet Variante von Direwolf20 (v.1.5)

Nach dem Hinzufügen der Paketquellen erscheinen neue Pakete im Paketzentrum. Minecraft gehört der Kategorie Community an.

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Installation Paket (Package)

Das wünschte Paket aus dem Paketzentrum raussuchen und auf Installieren klicken. Anschließend den gewohnten Schritten folgen.

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Manuelle Installation

Eine manuelle Installation wird dann benötigt, wenn ein Paket installiert werden soll, welches nicht im Paketzentrum aufgeführt wird und auch nicht über weitere Paketquellen erreicht werden kann. Wie folgt muss vorgegangen werden: Paketzentrum → Manuelle Installation→ Durchsuchen.

Das Paket auswählen und auf den Synology mit weiter laden.

Nachdem das Paket hochgeladen ist, was in einem lokalen Netzwerk recht schnell gehen sollte, kann die eigentliche Installation beginnen. Hier lassen wir den Haken bei „Nach der Installation ausführen“ drin. Beim ersten Starten wird der eigentliche FTB-direwolf20 Server installiert.

Hinweis: Das Starten des Servers kann mehrere Minuten benötigen, je nachdem wie euer Synology ausgestattet ist. Beim erst Start kann es etwas länger dauern, da noch weitere Dateien heruntergeladen und entpackt werden.

Anschließend stoppen wir den Minecraft Server wieder. Da wir vor dem erneuten Serverstart noch die Konfiguration des Minecraft Server vornehmen wollen (Dies geht erst nach dem allerersten Start des Package). Weiter mit Übernehmen.

Der Server wird nun installiert. Beim Ersten ausführen wird noch die Minecraft Datei minecraft_server.1.7.10.jar  und weitere Dateien geladen. Dies kann im Ressourcen-Monitor ggf. gesehen werden. Ebenso steigt die Prozessorlast deutlich an, da hier alle Mods (152) geladen werden und die erste Welt „World“ initialisiert wird. Zudem wird der benötigte RAM allokiert. Am besten lässt sich sehen, ob der Server fertig geladen ist, wenn die Prozessorlast im Ressourcen-Monitor wieder abflaut. Der RAM bleibt weiterhin allokiert.

Über FTB-Launcher ist der Server anschießend auch online sichtbar.

Der Server wurde mit allen Standartwerten erstellt. Wir stoppen den Server nochmal und wenden uns der Konfiguration des Servers zu.

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Konfiguration des Minecraft Server

Nach der Installation kann der Minecraft Server gestartet werden. Allerdings geschieht dies mit den Standardeinstellungen. Um nun die bereits erwähnte server.properties Datei bearbeiten zu können gibt es zwei Wege.

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Variante eins – Config File Editor

Die erste Variante wird mittels einer der App „Config File Editor“ durchgeführt. Diese benötigt jedoch noch Perl. Der „Config File Editor“ muss ebenfalls manuell installiert werden. Diesen gibt es hier als Package. Die App ist standardmäßig so programmiert, dass sie sich nur mittels des „Admin“ Accounts ausführen lässt (dies ließ sich ändern durch das Entfernen der Abfrage im Quellcode).
Nachdem die App als Admin ausgeführt wird müssen wir noch in der App auf das Dropdown „Choose config file“ klicken und dort den Eintrag ganz unten „Config File Editor“ auswählen. Hier tragen wir die Links zu den Minecraft-Files server.properties, opt.txt, und whitelist.txt ein. Ich füge diese ganz oben hinzu, damit sie bei der Auswahl ebenfalls oben stehen. Folgendes trage ich ein:

/volume1/@appstore/FTBMinecraft/server.properties,Minecraft-properties
/volume1/@appstore/FTBMinecraft/white-list.txt,Minecraft-whitelist
/volume1/@appstore/FTBMinecraft/ops.txt,Minecraft-ops

Erst wird das Verzeichnis abgegeben inklusive der Zieldatei. Nach dem Komma steht der Name wie er im Config File Editor erscheint. Die Änderungen speichern. Es gibt ein Feedback das die Änderung übernommen wurde. Die App muss leider neugestartet werden, da sie die Änderungen sichtbar werden. Anschließend können die Daten ausgewählt und bearbeitet werden.

Es können nun alle Einstellungen wie von euch gewünscht bearbeitet werden. Nicht vergessen den Save-Button zu drücken. Mit dem Orignal-Button könnt ihr das Ursprünge File wieder herstellen, welches vor der letzten Speicherung existierte.

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Variante zwei – WinSCP

Ich verbinde ich mittels WinSPC um die Einstellungen an den Files server.properties, opt.txt, und whitelist.txt durchzuführen. Weiter Fragen zu WinSCP findest du im FAQ Artikel. Ich verbinde mich als root auf mein Synology und navigiere mich in das Verzeichnis /volume1/@appstore/FTBMinecraft. Dort öffne ich via Doppelklick auf server.properties die selbige. Hier kann ich nach Belieben meine Einstellungen vornehmen.

Welche Einstellungen ihr vornehmen bleibt euch überlassen. Gespeichert wird die Datei mittels des Save-Buttons oder mit [STRG]+S. Ich persönlich nutze diese Variante, da hier nicht extra Perl benötigt wird.

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Routereinstellungen, Portweiterleitung

Der Standard-Port für einen Minecraft Server ist 25565. Ich habe mich im Netzwerk für den Standard-Port entschieden. Wird jedoch von außerhalb zugegriffen, dann soll dies über einen anderen Port geschehen. Von außen soll der Minecraft Server mit dem Port 2424 erreichbar sein. Die Router Konfiguration unter Forwarding sieht wie folgt aus:

Service Port (von außen) internal Port (Port der im Netzwerk verwendet wird) IP (interne IP des Minecraft Server)
2424 25565 192.168.1.101

Wenn ihr den Mod „DynMap“ nutzt, müsst ihr den Vorgang nochmals mit dem DynMap Port wiederholen. Diesen findet ihr in der Konfigurationsdatei  configuration.txt im Verzeichnis dynmap. In der Datei einfach nach webserver-port suchen und den Port entnehmen oder eingeben. In meinem Beispiel nutze ich denselben Port für externe und interne Zugriffe.

Service Port (von außen) internal Port (Port der im Netzwerk verwendet wird) IP (interne IP des Minecraft Server)
8123 8123 192.168.1.101

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Starten des Minecraft Server

Nach der Konfiguration des MineCraft Servers starten wir diesen erneut. Über das Paket-Zentrum.

Hinweis: Das Starten des Server kann mehrere Minuten benötigen, je nachdem wie euer Synology ausgestattet ist.

Am besten lässt sich sehen, ob der Server fertig geladen ist, wenn die Prozessorlast im Ressourcen-Monitor wieder abflaut. Ebenso könnten wir die Konnektivität des Servers über ein PHP-Script prüfen lassen. Ist dieser Erreichbar über den Port, ist der Server ebenfalls geladen. Dazu muss die PHP-Datei allerdings auf einem Webserver laufen, da PHP serverseitig ausgeführt wird und die Ergebnisse nur im Browser präsentiert werden. Hier das kleine Script dazu.

So Sieht das Script im Browser aus.

Das war’s im Großen und Ganzen zum MC Server. Nun gibt es nur noch eines, das Package laden und installieren. Viel Spaß damit.

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Download FTB Presents Direwolf20 Server for Synology

Es wir der Java Manager benötigt bevor das Paket installiert werden kann, da Minecraft ist in Java geschrieben ist.

Das Paket ist leider gute 189 MB groß, da es bereits den kompletten FTB direwolf20 Server (direwolf20_17-1.8.0-1.7.10Server) enthält.

FTB Direwolf20 Server for Synology (FTB_direwolf20_17-1.8.0-1.7.10-noarch-sr_v2.1)
FTB Direwolf20 Server for Synology (FTB_direwolf20_17-1.8.0-1.7.10-noarch-sr_v2.1)
FTB_direwolf20_17-1.8.0-1.7.10_sr_v2.1.spk
Version: 2.1
189.4 MiB
640 Downloads
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Technischer Teil

Ich habe erst MineCraft 1.8 von Colin Hildinger installiert. Colin Hildinger beschreibt in seinem Blog (englisch) wie er eine alte Version von MineCraft (1.5) modifiziert auf die Version 1.8 gehoben hat. Das alte Package ist die Grundlage für das MineCraft 1.8 Package sowie für meines.
Hier habe ich den Deamon-User angepasst. Also von Minecraft in FTBMinecraft ungenannt. Der Deamon-User wird benötigt um dem Prozess des Server am Laufen zuhalten. Wird der Server bspw. via SSH als Admin gestartet und die Console wieder geschlossen, dann ist auch der Server wieder offline. Da der ausgeführte Prozess (MC Server) mit der Console beendet.

Die Scripte zur Installation und zum starten des Servers sind üblicher Weise in Bash (auch Shell) geschrieben. Ich habe dann solange an allen Scripten (Installer, Launcher, Start-Stop-Status) gedreht und gebogen bis der FTB-direwolf20 Server endlich lief. Am Ende diese Prozedur steht das fertige Paket (Package) FTB_direwolf20_17-1.8.0-1.7.10-noarch-sr_v2.1. Die Frage wo die Dateien und die Scripte liegen habe ich wieder in meinem FAQ beantwortet.

Da ich im Bereich Linux, Synology sowie mit der Syntax der Scriptsprache Shell (Bash 😉 wenig vertraut bin hat der Prozess des Probierens sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Der Direwolf20 Server kommt bereits mit allen benötigten Shell Scripten daher. Es galt also „nur“ das Ganze auf das Filesystem von Synology anzupassen.

Da ich bereits einen Server mit laufenden Daten hatte, habe ich diese vom alten Server abgezogen (via FTP). Anschließend habe ich das Package installiert und den Server vorläufig wieder gestoppt. Jetzt habe ich einfach mittels des Tools WinSCP (siehe FAQ) die Daten vom alten Server hochgeladen. Die Dateien werden dabei in das installierte Verzeichnis FTPMinecraft kopiert. Zuvor habe ich natürlich die server.properties Datei angepasst. Danach konnte ich den Server einfach wieder mit dem alten Spielstand starten.

Sollte es ein Update des Modpack Direwolf20 geben, werde ich natürlich eine neue Version zur Verfügung stellen. Wenn einer von euch noch Anregungen oder Verbesserungen für das Package hat, lasst es mich wissen.

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rewe

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